Pinky & Cäsar



Nachdem ich seit meinen vierten Lebensjahr fast ununterbrochen mit Katzen zusammengelebt habe, kam zwangsläufig irgendwann die erste eigene Katze ins Haus ;-)
Im August 1989 besuchten meine Frau und ich einen Freund, der in einer ländlichen Gegend lebte und Katzen hatte. Neugierig kam ein kleiner, etwa 3 Monate alter, pechschwarzer Kater ins Zimmer an dem ich sofort einen Narren gefressen hatte. Anscheinend beruhte das auf Gegenseitigekeit, denn er ließ sich sofort streicheln, sprang auf meinen Schoß und began zu schmusen. Nachdem wir Katzentoilette, Kratzbaum, Katzenkorb usw. gekauft hatten, holte ich den kleinen Panter zwei Tage später zu uns nach Hause. Das war im August 1989. Wir haben ihn auf den Namen Pinky getauft.

Der kleine Kerl brachte richtig Leben in die Bude und nachdem er ein Jahr bei uns war, holten wir den kleinen Cäsar aus dem Tierheim. Jetzt hatte Pinky nicht nur seine zwei Dosenöffner, sondern auch einen Artgenossen.

Beide wurden richtig gute Freunde und bereicherten unser Leben ungemein.

Pinky war immer sehr kontaktfreudig und schmusebedürftig. Wenn es darum ging herumzutoben, war er immer der Erste der einem Ball hinterherjagte. Auch später als unsere Kinder geboren waren, war er meist in ihrer Nähe und schlief sehr oft bei Jasmin im Bett am Fußende. Cäser dagegen blieb immer etwas Scheu, war aber der Frechdachs von den beiden. Pinky war eher der elegante Gentleman.

Wir haben mit beiden eine lange und sehr schöne Zeit verbracht. Am 07.10.2005 mußte Cäsar uns im Alter von 16 Jahren verlassen und sich auf den Weg in den Katzenhimmel machen, weil er an Krebs erkrankt war.

Pinky vermißte seinen kleinen Kameraden anfangs sehr, gewöhnte sich mit der Zeit aber an das Alleinsein mit seinen vier Menschen und verbrachte einen ruhigen Lebensabend bei uns. Auch wenn wir ihm bei seiner Fellpflege helfen mußten und er den größten Teil des Tages schlief war er immer noch für ein kleines Spiel zu haben. Am 10.02.2008 forderte sein hohes Alter von nunmehr fast 20 Jahren seinen Tribut und auch er mußte den Weg über die Regenbogenbrücke gehen. Jetzt ist er von seinen Altersleiden befreit und wieder mit seinem langjährigen Freund vereint.

Noch ist der Schmerz über den Verlust sehr groß. Aber wenn die Trauer sich gelegt hat begegnet uns vielleicht wieder eine handvoll Katze und erobert unsere Herzen im Sturm.

Gedicht - Die Regenbogenbrücke



Testament einer Katze


Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.
(Margaret Trowton)